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Kartierungen
 
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Brutvogelkartierung im Regiobogen - Frühjahr 2002

Vorgehensweise

Aufgrund der Größe des Untersuchungsgebietes (ca. 40 km² ) kam nur eine Zählung über den Gesang in Betracht. Dies erfolgte nach folgenden Grundsätzen:

  • das Untersuchungsgebiet des „Regiobogens“ wurde anhand der Gauß-Krüger-Koordinaten in ein Quadratkilometer-Raster eingeteilt
  • jeder Quadratkilometer wurde im Zeitraum von April bis Juni 2002 zweimal besucht
  • die Untersuchung des Quadratkilometers wurde jeweils am gleichen Tag abgeschlossen
  • der Zeitaufwand pro Quadrat lag im Mittel bei zwei Stunden
  • kartiert wurde zwischen 6 und 15 Uhr bei niederschlagsfreier und windarmer Witterung
  • die Vorkommen von häufigeren Arten (48) wurden pro Quadratkilometer aufsummiert, ausgewählte seltenere Arten (18) punktgenau dargestellt
 
Ergebnisse der Brutvogelkartierung

Das Ergebnis der Brutvogelkartierung liegt in einem umfangreichen Kartenwerk vor. An dieser Stelle seien nur einige Besonderheiten aufgeführt: Die häufigste Vogelart die kartiert wurde, war die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla; RL 6 - nicht gefährdet) mit 524 Männchen. Ein charakteristischer Vogel der strukturreichen Landschaft im südlichen Markgräflerland ist der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus; RL 3 - gefährdet). Eine Häufung seiner Brutreviere befindet sich am Tüllinger Berg im Bereich der Kleingärten und Hochstammobstwiesen. Ingesamt wurden 72 Männchen des Gartenrotschwanzes kartiert. Bemerkenswert ist das Vorkommen einer größeren Population (13 Männchen) der Zaunammer (Emberiza cirlus; RL 1 - vom Aussterben bedroht). Sie besiedelt die sonnig-warmen Hänge am Tüllinger Berg. Von Feldlerchen (Alauda arvensis; RL 5 - schonungsbedürftige Art) wurden im gesamten Gebiet nur 2 Männchen kartiert. Im Vergleich zu Erhebungen aus dem Jahr 1990 ist die Nachtigall (Luscinia megarhynchos; RL 6) aus dem Oberrheintal bei Weil am Rhein verschwunden. Sie kommt noch ab Eimeldingen flussabwärts vor und profitiert von Gewässerschutzmaßnahmen.