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Schwerpunktgebiete
 

Der Tüllinger Berg (D)

Nutzung:
Grosse Teile insbesondere im Westen und Osten werden noch traditionell genutzt. Hier sind kleine Parzellen mit Obstwiesen, Grünland, Hecken und stellenweise Trockenmauern. Vielfach sind diese Nutzungen aber aufgegeben worden, so dass die Flächen verbuscht oder verwaldet sind. Ausserdem sind Umnutzungen erkennbar. Man findet Wochenendhäuschen oder Bereiche, die nun landwirtschaftlich intensiv genutzt werden. Vor allem auf den ebenen Flächen auf der Kuppe und im Norden sind grosse Schläge vorhanden, die ackerbaulich bewirtschaftet werden.
Auch ist der Tüllinger Berg eines der beliebtesten und meistbesuchten Naherholungsgebieten der Region.

Rahmenbedingungen:
Drei kleine Bereiche des Tüllinger Berges mit wertvollen Magerrasen wurden in die Natura-2000-Gebietskulisse aufgenommen. Des weiteren ist die Ausweisung eines Naturschutzgebiets am Tüllinger Berg geplant. Nahezu der gesamte Bereich des Tüllinger Bergs ist außerdem Landschaftsschutzgebiet (657 ha) auf den Gemarkungen von Lörrach und Weil am Rhein.

  Ziele :
  • Sicherung der aktuellen Vielfalt an Lebensräumen aus artenreichem Grünland, extensiv genutzten Obstbaumwiesen und Kleinstrukturen (Trockenmauern, Feldhecken, Gebüschen, Säumen)
  • Entwicklung eines weitgehend geschlossenen Gürtels aus standorttypischen Obstbaumwiesen v.a. am Ostabfall des Tüllinger Berges als Lebensraum von Steinkauz und Gartenrotschwanz. Am Westabfall und im Süden im Kontakt zu Rebflächen auch als Lebensraum der Zaunammer
  • Wiederherstellung von Obstbaumwiesen und extensiv genutztem Grünland, wo diese durch Verbuschung und Verwaldung verloren gegangen sind
  • Sicherung der Nutzung oder Pflege von artenreichem Grünland und von Obstbaumwiesen, v.a. der Altbestände
  • Strukturelle Aufwertung der intensiv genutzten nördlichen Flurbereinigungsgebiete mit Einzelbäumen, Hecken und Säumen, die eine Ausbreitung von z.B. Steinkauz in die nördlich angrenzenden Gebiete ermöglicht
  • Erhaltung und Entwicklung von Feuchtstandorten im Bereich von Quellen und entlang von kleinen Fliessgewässern
  • Entwicklung von Vernetzungslinien in nördlicher Richtung (Haltingen-Eimeldingen) und in Richtung Westen zum Krebsbachtal
  • Die Anbindung des Tüllinger Bergs an das Schwerpunktgebiet Wiese kann durch eine Aufwertung der Randbereiche der zollfreien Strasse erfolgen, ebenso wie durch eine Verbreiterung bzw. Aufwertung des bereits bestehenden Korridors über den Schlipf nach Riehen.