| Impressum
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Der Tüllinger Berg (D)
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Gebietsbeschreibung:
Ein gut abgrenzbares und grosses Gebiet stellt der Tüllinger Berg dar.
Mit 460 m liegt hier der höchste Punkt des Regiobogens.
Auf der Kuppe des Tüllinger Bergs stockt das Käferholz, an das
sich an den Hängen ein Mosaik aus Obstbaumwiesen, Grünland,
darunter artenreiche Magerrasen und Magerwiesen, und v.a. im Westen auch
grosse Rebflächen
anschliessen.
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Gefährdete vorkommende Arten :
Wilde Tulpe
(Tulipa sylvestris, RL 2 in BS) ebenso wie das Vorkommen seltener, spezifisch
an die vorhandenen Biotoptypenkomplexe angepasster Vogelarten wie Steinkauz
(RL*2 in BW** und im Elsass, RL1 in Basel), Zaunammer (RL1 in BW, RL2 in
Basel und RL3 im Elsass), Wendehals (RL2 in BW und in Basel, RL4 im Elsass),
Rotkopfwürger
(RL 1 in BW und in Basel, RL 2 im Elsaß) oder Gartenrotschwanz (RL3
in BW und RL2 in Basel).
* RL=Rote Liste
**BW=Baden-Württemberg
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Nutzung, Rahmenbedingungen und Ziele des Tüllinger Berges
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Nutzung:
Grosse Teile insbesondere im Westen und Osten werden noch traditionell genutzt. Hier sind kleine Parzellen mit Obstwiesen, Grünland, Hecken und stellenweise
Trockenmauern. Vielfach sind diese Nutzungen aber aufgegeben worden, so dass die Flächen verbuscht oder verwaldet sind. Ausserdem sind Umnutzungen erkennbar.
Man findet Wochenendhäuschen oder Bereiche, die nun landwirtschaftlich intensiv genutzt werden. Vor allem auf den ebenen Flächen auf der Kuppe und im Norden
sind grosse Schläge vorhanden, die ackerbaulich bewirtschaftet werden.
Auch ist der Tüllinger Berg eines der beliebtesten und meistbesuchten Naherholungsgebieten der Region.
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Rahmenbedingungen:
Drei kleine Bereiche des Tüllinger Berges mit wertvollen Magerrasen wurden in die Natura-2000-Gebietskulisse aufgenommen. Des weiteren ist die Ausweisung
eines Naturschutzgebiets am Tüllinger Berg geplant. Nahezu der gesamte Bereich des Tüllinger Bergs ist außerdem Landschaftsschutzgebiet (657 ha) auf den
Gemarkungen von Lörrach und Weil am Rhein.
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Ziele:
• Sicherung der aktuellen Vielfalt an Lebensräumen aus artenreichem Grünland, extensiv genutzten Obstbaumwiesen und Kleinstrukturen (Trockenmauern, Feldhecken,
Gebüschen, Säumen)
• Entwicklung eines weitgehend geschlossenen Gürtels aus standorttypischen Obstbaumwiesen v.a. am Ostabfall des Tüllinger Berges als Lebensraum von Steinkauz
und Gartenrotschwanz. Am Westabfall und im Süden im Kontakt zu Rebflächen auch als Lebensraum der Zaunammer
• Wiederherstellung von Obstbaumwiesen und extensiv genutztem Grünland, wo diese durch Verbuschung und Verwaldung verloren gegangen sind
• Sicherung der Nutzung oder Pflege von artenreichem Grünland und von Obstbaumwiesen, v.a. der Altbestände
• Strukturelle Aufwertung der intensiv genutzten nördlichen Flurbereinigungsgebiete mit Einzelbäumen, Hecken und Säumen, die eine Ausbreitung von z.B. Steinkauz
in die nördlich angrenzenden Gebiete ermöglicht
• Erhaltung und Entwicklung von Feuchtstandorten im Bereich von Quellen und entlang von kleinen Fliessgewässern
• Entwicklung von Vernetzungslinien in nördlicher Richtung (Haltingen-Eimeldingen) und in Richtung Westen zum Krebsbachtal
• Die Anbindung des Tüllinger Bergs an das Schwerpunktgebiet Wiese kann durch eine Aufwertung der Randbereiche der zollfreien Strasse erfolgen, ebenso wie
durch eine Verbreiterung bzw. Aufwertung des bereits bestehenden Korridors über den Schlipf nach Riehen. |
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