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Über 40 interessierte Bürger aus dem Dreiland sind am 19. September 2004 der Einladung des Trinationalen Umweltzentrums TRUZ gefolgt, das eine
Entdeckungstour durch die Streuobstwiesen am Tüllinger Berg organisierte.
Nur wenige Tage nach der Feier zum fünfjährigen Jubiläum des Interreg
Projekts Regiobogen organisierten die Mitarbeiterinnen des Trinationalen
Umweltzentrums Sigrid Keller und Nathalie Dubié eine zweisprachige Wanderung über die Streuobstwiesen am Tüllinger Berg. Über vierzig interessierte
Teilnehmer, darunter auch Kinder und Jugendliche, kamen aus dem Sundgau,
Riehen und Basel, aus dem Markgräflerland zwischen Lörrach, Weil und
Efringen-Kirchen. Sie lernten das Landschaftsschutzgebiet Tüllinger Berg als
einen Teil des grenzüberschreitenden Biotopverbunds Regiobogen kennen, der
von der Petite Camargue im Sundgau über den Tüllinger Berg im
Markgräflerland bis zu den Langen Erlen bei Basel reicht. Dazu war einiges
geboten: Der Weg führte zuerst hinauf durch die Weinberge mit Ausblicken auf
die Landschaft bis zum Bereich der Streuobstbäume. Begleitet wurde die
Wanderung von Obstbauberater Martin Linemann, der zu Fragen rund um die
Pflanzung, Pflege und Pflanzenschutz von Hochstammobstbäumen Auskunft gab.
„ Viele Hochstammbäume verschwinden, weil ihre Bewirtschaftung nicht mehr
wirtschaftlich genug ist“ erklärten Sigrid Keller und Nathalie Dubié, „oder
die Flächen
verbuschen, wenn sich die Besitzer nicht mehr darum kümmern“. Brombeeren und
Sträucher breiten sich dann aus. Franz Preiss vom Naturschutzbund NABU
Lörrach, der ebenfalls als Experte dabei war, versucht mit einer kleinen
Herde von Ziegen solche Flächen vor der Verbuschung zu bewahren, denn viele
Vogelarten, wie der Steinkauz, brauchen eine kurz gehaltene Wiese, um Beute
zu jagen. Die Streuobstwiesen am Tüllinger Berg sind ein sehr artenreicher
Lebensraum. Dort leben unzählige Insekten und Kleintiere und eine reiche
Vogelwelt von überregionaler Bedeutung. Die Teilnehmer selbst konnten sich vom Insektenreichtum überzeugen, als sie eingeladen wurden auf einer Wiese die Heuschrecken genauer unter die Lupe zu nehmen. |
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Um die Streuobstbäume zu retten, die im Frühling zur Blütezeit den Tüllinger Berg weiss erstrahlen lassen, wird im TRUZ viel getan: neue Bäume werden gepflanzt, Privatbesitzer können Hilfe bei der Mahd der Wiesen oder beim Schnitt der Kronen beantragen. Aber jeder kann mithelfen, indem er Apfelsaft von heimischem Streuobst zum Beispiel vom Sozialen Arbeitskreis Lörrach kauft. Frischen Apfelsaft gab es deshalb zum Schluss der Wanderung auch zur Kostprobe. Franz Preiss vom NABU überraschte die Teilnehmer mit frisch gepresstem Apfelsaft aus der Apfelpresse. |