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Nasswiesen

Beschreibung des Biotoptyps

Nasswiesen sind dichte, hochwüchsige Grünlandbestände auf Standorten mit hochanstehendem Grund- oder Stauwasser auf feuchten bis wechselnassen in der Regel nährstoffreichen Böden, häufig im Einflussbereich von Bächen oder Gräben. Je nach Ausbildung kommen in Nasswiesen Binsen, Seggen und Hochstauden vor. Sie werden gelegentlich noch als Wirtschaftswiesen genutzt, also zweimal pro Jahr gemäht, im Herbst auch gelegentlich beweidet.

Gefährdung des Biotoptyps

  • Entwässerung
  • Nutzungsintensivierung durch Gülle- und Mineraldüngerzufuhr
  • Aufgabe der Bewirtschaftung
  • Wegebau

Bedeutung des Biotoptyps für die Tierarten

Im Kräuterbestand der Nasswiesen findet man viele Insekten. Von der späten, einmaligen Mahd profitieren besonders die Schmetterlinge. Nasswiesen sind Bruthabitate für eine grosse Anzahl Vögel.

Vorkommen im Regiobogen

Deutschland: Rheinebene
Frankreich: Petite Camargue Alsacienne
Schweiz: -
   
 

 

Typische Pflanzen- und Tierarten

Typische Pflanzenarten

Kohl-Kratzdistel Cirsium oleraceum
Sumpf-Schachtelhalm Equisetum palustre
Moorlabkraut Galium uliginiosum
Sumpf-Hornklee Lotus uligionosus
Kuckucks-Lichtnelke Lychnis flos-cuculi
Sumpf-Pipau Crepis paldudosa
Wasser-Greiskraut Senecio aquaticus
Sumpfdotterblume Caltha palustris
Blaugrüne Binse Juncus inflexus
Flatter-Binse Juncus effusus
Knäuel-Binse Juncus conglomeratus
Blutweiderich Lythrum salicifolium
Mädesüss Filipendula ulmaria
Sumpf-Segge Carex acutiformis
Wald-Engelwurz Angelica sylvestris

 

Typische Tierarten

Enzian-Ameisenbläuling Maculinea alcon
Lauchschrecke Parapleurus alliaceus
Ringelnatter Natrix natrix
Braunkehlchen Saxicola rubetra