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Kartierungen
 
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Ergebnisse der Kleingewässeruntersuchung

Zustandserfassung der Kleingewässer


Das beauftragte Planungsbüro proECO kartierte alle Gräben, Bäche, Quellen, Stillgewässer und vernässten Stellen. Verlauf und Lokalität wurden jeweils digital erfasst. Neben der Strukturgüte wurde auch die Gewässergüte der fließenden Gewässer erhoben, Abflussmengen und die Nutzung angrenzender Biotoptypen festgestellt, um die Gewässer zu charakterisieren.

Amphibienkartierung


Im Frühjahr 2002 wurden die an den im Herbst 2001 charakterisierten Kleingewässern vorkommenden Amphibien erfasst. Die Erhebung zeigte, dass der Tüllinger Berg ein geeigneter Lebensraum für Erdkröte (Bufo bufo), Grasfrosch (Rana temporaria), Bergmolch (Triturus alpestris), vermutlich auch für die Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist. In allen einigermaßen geeigneten Gewässern konnten Laich und Kaulquappen von Erdkröte und Grasfrosch gefunden werden. Überfahrene Erdkröten wurden ebenfalls entdeckt. Das Vorkommen hängt zur Zeit stark von den Bemühungen einiger begeisterter Gartenbesitzer ab, die künstliche Teiche geschaffen haben und unterhalten. Eine langfristige Stützung der Amphibien bleibt so eine Gratwanderung. Natürliche Gewässer finden sich nur in einigen Senken mit sehr unregelmäßiger Wasserführung. Wegen der geologisch bedingten Gefahr von Hangrutschungen wird am ganzen Tüllinger Berg das Quellwasser möglichst effizient ins Tal geleitet.

 

Maßnahmenkonzeption


Entlang der vorhandenen Gräben werden keine biotopverbessernden Maßnahmen vorgeschlagen. Dies wird u.a. mit der Gegenläufigkeit von Schutzzielen, mit den relativ geringen Wassermengen sowie der besonderen Geologie und der Gefahr von Hangrutschungen begründet. Einige Quellbereiche könnten aufgewertet werden, indem die Quellfassungen zu natürlichen Quellsümpfen umgestaltet werden. Dafür sind Ackerflächen zu erwerben, stillzulegen und von Drainagerohren zu befreien. In der Maßnahmenplanung werden Bereiche vorgeschlagen, die sich für die Anlage von Kleingewässern (Tümpel) eignen würden. Ziel der Maßnahmenplanung ist es, das geringe Angebot an geeigneten Lebensräumen für Amphibien im Planungsgebiet zu erhöhen. Als potentielle Arten sind Bergmolch (Triturus alpestris), Fadenmolch (Triturus helveticus), und Grasfrosch (Rana temporaria) in den neu angelegten Biotopen zu erwarten. Mit etwas Glück könnten die Tümpel auch von der Erdkröte (Bufo bufo) und der Gelbbauchunke (Bombina variegata) angenommen werden.