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Gewässerrandstreifen
 
Impressum

Gewässerrandstreifen - Aktion mit Bürgerbeteiligung

 

 

Intakte und extensiv genutzte Randstreifen entlang der Gewässer, sind für viele Pflanzen-, Tier- und Vogelarten von großer Wichtigkeit. Sie dienen als Rückzugsraum und Brutstätte, puffern aber auch die Wirkung von Schadstoffen, die sonst in das Gewässer gelangen könnten. Deshalb hat sich das TRUZ vorgenommen, mit Praktikanten und ehrenamtlichen Helfern einige dieser wichtigen Gewässerränder zu Erfassen.

Mit solchen Aktionen wollen wir vor allem die folgenden Ziele erreichen:

  • Ermittlung von Informationen über die ökologische Qualität der Gewässerränder im Außenbereich

  • Beteiligung der Öffentlichkeit mit Sensibilisierung für die Bedeutung und die Funktionen der Gewässerränder

  • Identifizierung von Bereichen, für die Handlungsbedarf besteht.

         

Dank der Mitarbeit von etwa 100 Personen konnte das Trinationale Umweltzentrum im Jahr 2008 die ökologische Qualität der Gewässerränder im südlichen Markgräflerland erfassen.

Es wurden ungefähr 100 km Bachläufe bzw. 200 km Uferstreifen begangen, bewertet und dokumentiert. Neben vielen Einzelpersonen und Familien waren auch Vereine wie der Schwarzwaldverein und der Angelverein an der Aktion beteiligt.

Die Helfer werden mit Kartenmaterial, Bunstiften und Messleinen ausgestattet und dürfen auf einem ca. 4km langen Teilstück den Gewässerrandstreifen begehen. Sie achten hierbei auf die Breite und des Zustand des Gewässerandes und dokumentieren Besonderheiten wie z.B. Wehre, Ausleitungen, Komposthaufen, Müllhalden, Uferbefestigungen aber auch besonders vorbildliche Randtreifen wie Auenwälder, Wiesen oder ähnliches.

 
 

 

 

 

 

 

Hier finden Sie einen Artikel zu der Erfassung der Gewässerrandstreifen 2007 an den Flüssen des Südlichen Markgräflerlandes.

 

Die Wiese

und ihre Zuflüsse von der Quelle bis zur Mündung

 

 

 

Das Trinationale Umweltzentrum führte von April bis Juli 2009 eine Aktion an der Wiese durch. Bei dieser Aktion, sollten die Uferstreifen der Wiese und ihrer wichtigsten Zuflüsse, auf ihre Breite und ökologische Qualität untersucht und auf einer Karte erfasst werden.

Die Aktion wurde so gestaltet, dass jeder teilnehmen kann, ohne irgendwelche Vorkenntnisse zu brauchen. Einzelpersonen, Rentner, Familien, Studenten und Vereine sind herzlich eingeladen am Projekt teilzunehmen und beispielesweise am Wochenende ein selbst ausgesuchtes Teilstück von etwa 4km Länge zu begehen.

Jeder Teilnehmer bekam Kartenmaterial von seinem Teilstück/seinen Teilstücken, einen Erfassungsbogen und Buntstifte, sowie 5m Schnur zum Abmessen des Uferstreifens. Fotos von Besonderheiten, wie beispielsweise besonders schönen Uferstücken waren sehr erwünscht.

Extensiv genutzte, also möglichst natürliche Uferstreifen sind Brutstätte, Rückzugsraum und Wanderkorridor für viele, teilweise seltene Tier und Pflanzenarten.

Das Ziel der Aktion war vor allem die Erfassung von besonders schönen und damit erhaltenswerten Teilstücken, aber auch von Orten, an denen Gehölzpflanzungen, die Beseitigung von Schadstoffquellen oder andere Arbeiten sinnvoll wären.

69% der erfassten Gewässerrandstreifen waren in gutem Zustand. 17% waren nicht ausreichend, 14% gar nicht vorhanden. Insgesamt wurden 250km Gewässerrandstreifen erfasst, unter Anderem an der Wiese, der Kleinen Wiese, Angenbach, Klosterbach, Steinenbach, Helisaubach und Sormattbach.

 

Wir danken allen freiwilligen Helfern, die diese Erfassung möglich gemacht haben!