
Die Exkursionsgruppe beteiligte sich symbolisch an der demnächst stattfindenen Bepflanzung der Buhnen, indem vier verschiedenen Weidenarten gepflanzt wurden: Eine Lavendel-, Purpur-, Mandel- und Reifweide. Zuletzt führte die Exkursion an den Rhein beim Stauwehr Märkt. Marc Baumann von der Petite Camargue Alsacienne informierte die Teilnehmer über die Geschichte des Rheins und des Kanal de Huningue. Die Exkursion endete stimmungsvoll mit einer heißen Tasse Tee und Gewürzkuchen am Ufer des Rheins. |
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2002: Aktionstag Uferwege
Mildes aber stürmisches Wetter begleitete die etwa 20 Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich auf ihrer grenzüberschreitenden Velotour entlang der Uferwege von Wiese, Rhein und Kander. Die Exkursion wurde von Sigrid Müller und Nathalie Dubié organisiert, die vom Trinationalen Umweltzentrum für das Projekt Regiobogen angestellt sind. Am Wieseufer erläuterte Thomas Schwarze vom TRUZ zunächst die bereits 1999 und 2000 durchgeführten Arbeiten zur Renaturierung der Uferbereiche. Anschließend führte Herr Raschdorf von ProNatura Basel die Exkursionsteilnehmer fachkundig durch die Kiesgrube Käppelin. Seit die natürliche Flußdynamik durch die Begradigung der Flußläufe und deren Sicherung mit Dämmen verhindert wird, sind viele charakteristische Lebensräume entlang der Gewässer verloren und kommt Ersatzstandorten, wie Kiesgruben und Eisenbahngleisen eine größere Bedeutung zu. Nach dem Mittagessen im TRUZ radelten die Teilnehmer weiter bis an die Kander, wo Thorsten Kowalke und Uta Lemberger von der Gewässerdirektion Waldshut-Tiengen die in diesem Sommer durchgeführten uferbaulichen Maßnahmen im unteren Abschnitt der Kander erläuterten. |
| Die Feldhecken zwischen dem Mattfeld und den Langen Erlen standen am 28. September im Mittelpunkt einer Exkursion des Trinationalen Umweltzentrums. 15 Teilnehmer aus dem Elsass, Basel und dem Markgräflerland erhielten auf der von den TRUZ-Mitarbeiterinnen Sigrid Müller und Nathalie Dubié deutsch und französisch geleiteten Wanderung einen Einblick in die Welt der Hecken. |
Einheimische Straucharten wurden vorgestellt, die vernetzende Funktion in der Landschaft erläutert und es gab mit Brombeermarmelade, Schlehenlikör, Holundergelee und Weißdornblütentee eine Kostprobe der Köstlichkeiten, die man aus Heckenpflanzen gewinnen kann.
Im Interreg III Biotopverbundprojekt Regiobogen
werden Hecken als Korridore für wandernde Tier- und Pflanzenarten gepflanzt, um Biotope miteinander zu vernetzen.
So ist zum Beispiel gemeinsam mit den IWB und den Fachstellen für Naturschutz in Basel und Riehen am Rand der Langen Erlen ein Projekt geplant, mit dem jetzt symbolisch begonnen wurde Die Teilnehmer hatten Gelegenheit zum praktischen Mitwirken bei der Pflanzung von 18 Sträuchern am Spittelmattweiher. Als Dankeschön für ihre Hilfe wurden die Teilnehmer im Anschluss auf dem Biohof Spittelmatt vom TRUZ bewirtet. |
Über 40 interessierte Bürger aus dem Dreiland sind am 19. September 2004 der Einladung des Trinationalen Umweltzentrums TRUZ gefolgt, das eine Entdeckungstour durch die Streuobstwiesen am Tüllinger Berg organisierte.
Nur wenige Tage nach der Feier zum fünfjährigen Jubiläum des Interreg Projekts Regiobogen organisierten die Mitarbeiterinnen des Trinationalen Umweltzentrums Sigrid Keller und Nathalie Dubié eine zweisprachige Wanderung über die Streuobstwiesen am Tüllinger Berg. Über vierzig interessierte Teilnehmer, darunter auch Kinder und Jugendliche, kamen aus dem Sundgau, Riehen und Basel, aus dem Markgräflerland zwischen Lörrach, Weil und Efringen-Kirchen. Sie lernten das Landschaftsschutzgebiet Tüllinger Berg als einen Teil des grenzüberschreitenden Biotopverbunds Regiobogen kennen, der von der Petite Camargue im Sundgau über den Tüllinger Berg im Markgräflerland bis zu den Langen Erlen bei Basel reicht. Dazu war einiges geboten: Der Weg führte zuerst hinauf durch die Weinberge mit Ausblicken auf die Landschaft bis zum Bereich der Streuobstbäume. Begleitet wurde die Wanderung von Obstbauberater Martin Linemann, der zu Fragen rund um die Pflanzung, Pflege und Pflanzenschutz von Hochstammobstbäumen Auskunft gab.
„Viele Hochstammbäume verschwinden, weil ihre Bewirtschaftung nicht mehr wirtschaftlich genug ist“ erklärten Sigrid Keller und Nathalie Dubié, „oder die Flächen verbuschen, wenn sich die Besitzer nicht mehr darum kümmern“. |
Brombeeren und Sträucher breiten sich dann aus. Franz Preiss vom Naturschutzbund NABU Lörrach, der ebenfalls als Experte dabei war, versucht mit einer kleinen Herde von Ziegen solche Flächen vor der Verbuschung zu bewahren, denn viele Vogelarten, wie der Steinkauz, brauchen eine kurz gehaltene Wiese, um Beute zu jagen. Die Streuobstwiesen am Tüllinger Berg sind ein sehr artenreicher Lebensraum. Dort leben unzählige Insekten und Kleintiere und eine reiche Vogelwelt von
überregionaler Bedeutung.
Die Teilnehmer selbst konnten sich vom Insektenreichtum überzeugen, als sie eingeladen wurden auf einer Wiese die Heuschrecken genauer unter die Lupe zu nehmen.
Um die Streuobstbäume zu retten, die im Frühling zur Blütezeit den Tüllinger Berg weiss erstrahlen lassen, wird im TRUZ viel getan: neue Bäume werden gepflanzt, Privatbesitzer können Hilfe bei der Mahd der Wiesen oder beim Schnitt der Kronen beantragen. Aber jeder kann mithelfen, indem er Apfelsaft von heimischem Streuobst zum Beispiel vom Sozialen Arbeitskreis Lörrach kauft. Frischen Apfelsaft gab es deshalb zum Schluss der Wanderung auch zur Kostprobe. Franz Preiss vom NABU überraschte die Teilnehmer mit frisch gepresstem Apfelsaft aus der Apfelpresse. |